Die meisten Color-Management-Projekte scheitern nicht an der Software. Sie scheitern an drei Dingen um sie herum.
Kein einzelner spezifizierter Standard. Wenn Design, Weberei und Zubehörlieferant jeweils ihre eigene Referenz halten, speichert das System drei Versionen einer Farbe und jeder Vergleich ist beliebig.
Eine Toleranz, über alle Prozesse hinweg kopiert. Ein Strick, ein Druck und ein beschichtetes Zubehörteil können nicht dieselbe Toleranz tragen, und eine Toleranz ohne definierte Abweichungsrichtung sagt einer Färberei nichts darüber, wie sie korrigieren soll.
Ein separates System pro Brand. Lieferanten, die für acht Kunden arbeiten, pflegen keine acht Plattformen. Die Adoption endet an der ersten Stufe, und die Daten enden mit ihr.
Farbe hat in der Alltagssprache außerdem keine gemeinsame Korrektureinheit. "Etwas wärmer" bedeutet für jeden in der Kette etwas anderes, und deshalb wiederholen sich Freigaberunden, ohne zu konvergieren.